Samstag, 17. März 2007

...Aus die Maus...

Morgen ist meine Zeit in Salamanca vorbei, deshalb ist dieser Blog hiermit abgeschlossen. In diesem Sinne:

¡Adiós y hasta luego! :D
Danke an die wenigen fuer das rege Interesse, es hat irgendwie richtig Spass gemacht, diesen Blog hier immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Donnerstag, 15. März 2007

Letzte Woche: Tapas, San Esteban, Japón....

Einen wunderschoenen guten Tag!

Heute melde ich mich (vielleicht) das letzte Mal auf diesem Blog, weil der Tag der Abfahrt ja doch nicht mehr weit ist. Einige Photos will ich dann doch noch hochstellen, das sind einige von meiner letzten (sniff) Tapas-Tour, dann von meiner Besichtigung des Klosters "San Esteban" (St. Stephan), und eines vom Essen bei Masa und Miyuki (ich wurde eingeladen)

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1. ÚLTIMA RUTA DE TAPAS

Dieses Mal war wieder fast jeder dabei, besonders witzig war es dann wie immer im Camelot danach!
Ingrid gefielen die riesigen Schinken nicht so gut....aber geschmeckt haben sie super!
In einer anderen Tapas-Bar: Lonneke (Holland) und Kyle (Texas) -beide mit Sangría.
Cris als Fatima im Camelot...eines meiner witzigsten Photos.
Seeeehr makaber, aber Lisas Idee: eine Szene aus Abu Ghoreib...mit Kyle, dem Amerikander. :-)

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2. MONASTERIO DE SAN ESTEBAN

Ein durchaus geschichtstraechtiger Ort ist das "Monasterio de San Esteban de los Padres Dominicos". Seit Mitte des 15. Jahrhunderts bestehend, lebten in seinen Mauern die heilige Theresia, der heilige Ignatius von Loyola, und der heilige Johannes vom Kreuze Christi. Noch wichtiger aber ist die Tatsache, dass Christoph Columbus in diesem Kloster bei den Katholischen Koenigen Isabella und Ferdinand vorsprach und hier endlich Unterstuetzung fuer seine Plaene fand. Das Imperio Español nahm also hier seinen Anfang.
Ein Ausschnitt aus der Fassade vom San Esteban. Das Relief ueber der Pforte zeigt das Martyrium des heiligen Stephanus.

Der Kreuzgang von unten: Ein Mix aus spaeter Gotik und Renaissance. Wie immer sehr friedlich, ruhig und sauber. Der Eintritt kostete schlappe 2 €.
Ueberall standen Spiegel rum, daher: SELBSTPORTRAIT! :D
Innenraum der Kirche San Esteban: Seitenaltar "Rosenkranzkoenigin" mit dem in Salamanca bekannten Fresko "Coronación de la Santísima Virgen María".
Blick auf die Kirche San Esteban vom Oberen Kreuzgang aus. Wunderschoenes Wetter!!

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3. COMIDA JAPONESA

Ich war nach der Schule eingeladen bei Masa, Miyuki und Sayaka. Hmmmm, lecker Essen!!!
Masa und Miyuki, beide bis dato in meiner Klasse, mit japanischem Essen. Sie haben total aufwendig gekocht....
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Ausserdem war ich gestern wieder im Kino und habe "El Buen Alemán" mit Cate Blanchett angeschaut. Leider hab ich ihn nicht kapiert, die Geschichte ist verwirrend und ich musste einsehen, dass mein Spanisch noch zu aermlich fuer SO einen Film ist....
Liebe Gruesse an alle und bis naechste Woche
Uli

Montag, 12. März 2007

Segovia, Ávila und Tapas

¡Buenos días!

¿Qué tal? Hier sind jetzt wie versprochen die Photos vom Wochenendtrip nach Segovia und Ávila sowie ein bisschen Tapasessen mit 2 Freunden am Sonntag abend. Mir gefallen meine Photos sogar selber =)

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1. SEGOVIA

Uralte Stadt, bekannt als Geburtsort Spaniens und des Absolutismus . Sie war jahrhundertelang Residenz der kastilischen Koenige und spaeter der spanischen, bevor der Hof von den Bourbonen nach Madrid verlegt wurde. Anfang des 11. Jahrhunderts wurde Segovia von den Christen zurueckerobert, die damit ganz Kastilien kontrollierten. Die Kathedrale "Nuestra Señora de la Asunción" ist Spaniens spaeteste gotische Kirche.

In Segovia wurde Isabella I. die Katholische zur Koenigin Kastiliens gekroent, deshalb Geburtsort Spaniens. Sie war die Koenigin, die die Reconquista abschloss, Spanien einte und durch ihre persoenliche Unterstuetzung Christoph Kolumbus´ den Grundstein fuer das Spanische Weltreich legte. Auch Isabella hat es Segovia zu verdanken, als Geburtsort des Absolutismus angesehen zu werden. Es war ihr Regierungsstil, der 150 Jahre vor Ludwig XIV. bereits vom "poder absoluto" gepraegt war. Saemtliche Gesetzte, Dekrete und Verordnungen begann sie mit "Yo la Reyna" (Ich, die Koenigin); Isabella entmachtete den Adel und machte den spanischen Thron zum Zentrum des Landes, kulturell, geistig, politisch. Sie modernisierte die Verwaltung und reformierte die Kirche. Trotz ihrer tiefen Religioesitaet zoegerte sie nicht, den Papst in die Schranken zu weisen, wenn er sich in ihre Politik einmischte, Isabella drohte Rom mehrere Male damit, den Geldhahn zuzudrehen. Politik macht einzig und allein der von Gottes Gnaden eingesetzte Koenig! Dieser hatte nur vor der "Allerheiligsten Dreifaltigkeit" Rechenschaft abzulegen. Auch in Segovia rief Isabella die Spanische Inquisition ins Leben, eine rein weltliche Organisation, die Spanien lange Zeit im Griff hatte und teilweise um sich greifenden Terror ausuebte. Mit ihrer Religioesitaet traf sie den Nerv der Zeit: Christen kaempften gegen Muslime, die Bevoelkerung lebte in Angst. Isabella wurde bereits zu Lebzeiten in Spanien wie eine Heilige verehrt. In Nicht-Christen sah sie Feinde des spanischen Thrones, sie verwies zuerst alle Juden, spaeter alle Muslime des Landes.
Im Gegensatz dazu hatte Karl V. mit der Stadt Segovia viel Aerger....

Das roemische Aquaedukt aus dem 1. Jahrhundert, Wahrzeichen Segovias. In ganz Spanien gibt es kein vergleichbares.

Plaza Mayor: In der Kirche St. Michael (rechts) wurde die beruehmte Infantin am 14. Dezember 1474 als Isabella VI. zur Koenigin Kastiliens ausgerufen und gekroent. Hier (auch in Salamanca) handelte sie hoechstpersoenlich ihren Heiratsvertrag mit Ferdinand von Aragon aus, und zwar so geschickt, dass sie die Krone von Kastilien und León nicht teilen musste. Sie allein war und blieb kastilische Herrscherin.

Das Schloss, Residenz der Koenige. Es war auch der Lieblingsort des deutschen Kaisers Karls V., der in Personalunion als Sohn Johannas der Wahnsinnigen (und damit Enkel Isabellas) gleichzeitig Koenig Spaniens war. Davor: Linda (Kenia) und ich

Die Decke des Thronsaals. Wie alles in diesem Schloss sehr prunkvoll und ein bisschen im maurischen Stil!

Der Thronsaal mit den Thronen Isabellas und Ferdinands. Im Hintergrund das beruehmte Wappen der Katholische Koenige. Im Baldachin der Leitspruch: "Die Koenige Ferdinand und Isabella, beide gleich".

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2. ÁVILA

Hier kamen wir erst am spaeten Nachmittag an, leider. Vieles war schon dicht, kaum was los in den Strassen. Ávila ist fuer Spanien keinesfalls unbedeutend: Zwei grosse Mystiker des Christentums stammen aus dieser Stadt: Santa Teresa de Jesús und San Juan de la Cruz. Die (von aussen ziemlich haessliche) Kathedrale ist die erste gotische von ganz Spanien, richtig beruehmt ist Ávila aber eigtl. wegen der hl. Theresia und seiner im ganzen Land einzigartig vollkommen erhaltenen Mauern, die nach der Rueckeroberung durch die Christen ca. 1080 errichtet wurden.

Blick auf den Mauerring im beginnenden Abendlicht von der Plaza de Santa Teresa aus.

Fassade der Kirche Santa Teresa neben dem Geburtshaus der Heiligen und dem dazugehoerigen Museum...hier gibt es den "Ringfinger" der hl. Theresia zu sehen......;-)

Mein Lieblingsbild: Der Fruehling haelt Einzug in Ávila. Bluehender Baum in der Calle Santa Teresa mit bisschen Hinterland im Hintergrund.

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Am Sonntagabend war ich dann mit Takuya und Namiko ein bisschen in den Bars von meinem Viertel unterwegs, nur so 1,5 Stunden, nicht lang. Aber es gab leckere Tapas, z.B. "Tosta de Gambas" (Garnelentoast). War ganz witzig =)

Namiko und Takuya in der Bar fast direkt unter meinem Haus wo ich wohne. Mein Viertel heisst "Barrio van Dyck" und hat wohl die meisten Bars auf so kleiner Flaeche.

Sonntag und heute gab es in meiner Gastfamilie "Paella". Sehr gut, mit Oliven und Meeresfruechten und allem. Papa, ich hab ein Photo fuer dich gemacht :D

Gruesse

Uli

Samstag, 10. März 2007

"cena típica" y fiesta en el piso de Marione y Maria

¡Hola otra vez! :-)

Hier nur ein paar Photos vom Donnerstag und Freitag. Donnerstag abend war von der Schule hier wieder die cena típica und danach gingen wir alle ins Camelot (Gutscheine). Am naechsten Tag war eine kleine Feier bei Marione aus Lille (Frankreich) und Maria (Holland).

Hier die cena típica:
Marione und ich beim Essen. Sie macht auf jedem Photo Grimmassen, immer :-) Eine sehr witzige Person.


Auch Ingrid hat ein bisschen den Hang zum Schielen und Grimmassenziehen zur Zeit.


Unsere Franzoesinnen ausser Rand und Band: Jinny und Marione beim Spinnen :D
Im Camelot danach: die ehemalige "clase perfecta" bestehend aus Lisa, Cris, mir und Tai (einige andere fehlen natuerlich)
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Hier ein paar Photos von der Fiesta de Viernes in der coolen Wohnung von Marione und Maria:
Tai, Dominic und Ingrid: die einen reden Franzoesisch, die anderen Deutsch, wieder andere Japanisch. Verkehrssprache ist deshalb gezwungenermassen Spanisch.
Die beiden Amerikaner auf der Fiesta: Kyle (Texas) and Johnathan (Alabama)

Maria aus Holland, eine derer, die ihr Appartment zur Verfuegung gestellt haben. Sie selbst wuenscht sich, dass alle Hollaender von der Schule verschwinden (die machen dort ca. 70% aus).

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So viel fuer heute. Am Montag werd ich wahrscheinlich ein paar Eindruecke von Segovia und Ávila, zwei fuer Spanien hoch wichtigen Orten, hochladen. Ansonsten gehts gut, habe mir heute bei der Excursión ein bisschen einen Sonnenbrand geholt...obwohls sehr kalt war (der Wind).


Gruesse

Uli ("Lipu")

Donnerstag, 8. März 2007

"Las Dueñas" y la Universidad de Salamanca

¡Buenos días! :D

Neues aus Salamanca! Mir geht es (immer noch) sehr gut hier, das Wetter hat sich auch gebessert. Gestern hatten wir den ganzen Tag eigentlich Sturm, d.h. Sonne und Wolken mit aussergewoehnlich starkem Wind aber ohne Regen, Gott sei Dank. In der Nacht hat es auf 5ºC heruntergekuehlt. Heute strahlt der salamantinische Himmel in reinstem Blau, es geht kaum Wind, aber es ist kalt, d.h. Muetze ist ein Muss!

Nach der Schule habe ich heute einen weiteren Punkt meines Salamanca-Besichtigungsprogramms abgearbeitet, das Licht war perfekt fuer schoene Photographien.

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Meine erste Station war das Dominikanerinnenkloster "Convento de Santa María de las Madres Dominicas (Dueñas)". Viel gibt es in dort nicht zu sehen, aber das, was man besichtigen kann ist phantastisch! Das Kloster ist ein ehemaliger Palast, der Anfang des 16. Jahrhunderts den Dominikanerinnen von einer salamantinischen Adligen vermacht wurde. Der Innenhof, der seitdem als Kreuzgang dient, ist einer der schoensten Spaniens. Stolz auf ihr Konvent haben sich die Schwestern dann "Las Dueñas" genannt, d.h. in etwa "Herrinnen", "Eigentuemerinnen".
Hier sind ein paar Bilder:



Bilder des Kreuzgangs Santa María, ehemaliger Innenhof des im maurischen Stil erbauten Stadtpalastes. Die Schwestern pflegen darin einen ihrer Gaerten. Das letzte Bild zeigt den Blick vom oberen Stockwerk des Kreuzgangs auf die Kathedrale Salamancas. Die Saeulen dieses oberen Kreuzganges sind einzigartig, alle ihre Kapitele sind aufwendig verziert mich Fratzen und seltsamen Monstern/Daemonen. Davon zwei Nahaufnahmen:

Ein waschechter Daemon, so wie man ihn sich immer vorstellt, oder? Ich mag den Effekt mit dem Licht. Als wolle er sich zurueck in die Dunkelheit verkriechen, weil er das Licht hasst...

Seltsame Mensch-Tier-Wesen, schmerzverzerrte Gesichter...Monster aller Art schmuecken die Saeulen. Der gesamte oberer Kreuzgang sieht in etwa so aus!


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Wie in der Ueberschrift angekuendigt, war meine zweite Station die Universitaet von Salamanca. Ein Photo vom Vorplatz und der Fassade habe ich bereits gezeigt, hier sind jetzt Photos vom Inneren, v.a. die Bibliothek ist phaszinierend!

Im Alten Hauptgebaeude, wo man die "Estudios Mayores" ablegen konnte. Entgegen meinen Erwartungen wird das gotische Gebaeude sehr wohl noch benutzt. Auf dem Bild: Die Tuer zur Bibliothek im gotischen Stil.



Es handelt sich hier um die bedeutendste Bibliothek Spaniens. Die Universitaetsbibliothek von Salamanca beherbergt viele tausend, oftmals einzigartige Abschriften und Drucke sowie Globen aus dem fruehen 18. Jahrhundert bzw. spaeten 17. Jahrhundert. Erstmals wurde sie im 15. Jahrhundert eingerichtet, dann Mitte des 18. Jhd. umgestaltet und erscheint heute im barocken Stil. Das Betreten ist nur in aussergewoehnlichen Faellen erlaubt wegen der empfindlichen Buecher. Der 08/15-Besucher (so wie ich) muss in einem Glaskasten an der Tuer stehen bleiben. Ist aber auch richtig so.

Der Anbau am Universitaetsplatz, Teil des "Campus". Hier wurden die "Estudios Minores" angeboten, deren Bestehen Vorraussetzung zum richtigen Studium war. Das Gelaender oberhalb der Saeulen ist ebenfalls mit allen moeglichen Fratzen verziert. Der Platz wurde schon damals von den Studenten zur Entspannung benutzt, heute noch werden in einigen Raeumen hier Internationale Studien gelehrt.

Eine Tuer fuehrt zum sog. "cielo de Salamanca" (Himmel von Salamanca), ein in Spanien ueberall bekanntes und einzigartiges Deckenfresko, das den Himmel und die Stern- bzw. Tierkreiszeichen darstellt. Es wurde 1504 gemalt. Der Raum ist heute voellig Dunkel, ausser der Beleuchtung des Deckenteils gibt es kein Licht. Die Raumtemperatur- und feuchtigkeit wird streng geregelt, um die Farben zu erhalten. 2002, als Salamanca Europaeische Kulturhauptstadt war, wurde der cielo restauriert wiedereroeffnet.

Ausschnitt aus dem "cielo de Salamanca": Die Virgo und Waage, sowie der Drache und einige andere Wesen.

Der "cielo" im Ganzen. Die Photos sind sogar einigermassen geworden. Natuerlich ist der Blitz strengstens untersagt.

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Heute abend ist wieder "Cena Típica" und am Samstag will ich eigentlich auf die Exkursion nach Zegovia und Ávila mit, aber bisher sind nur 9 Leute interessiert, und sie brauchen 25 oder so. Naja, mal schauen, wenn nicht, dann fahr ich selber nach Ávila oder anderswohin.

Viele Gruesse und bis bald

Uli

Montag, 5. März 2007

Fiesta de Adiós und Weltkulturerbe...

¡Hola!


Ich bins nochmal. Wie angekuendigt gibt es jetzt hier ein paar Photos vom Wochenende!

Am Freitag war Abschiedsfeier fuer Chris, Matt und Scott, wie bereits erwaehnt. Davon hier ein paar Eindruecke, nicht viele. Das war in einem Appartment, das in einem Stockhaus ganz oben lag, mit Balkon. Man hatte einen phantastischen Blick auf die beleuchtete Altstadt Salamancas, an einem Fleck die Catedral, Clerecía und La Purísima, Kuppeln, Tuerme, Spitzboegen...hach...aber hier nur Bilder von Innen:


Tai, Cris, Lisa und ich im Wohnzimmer. Lisa war dann irgendwann kaum mehr ansprechbar...naja....
Tai und ich. Also MIR schmeckt das spanische Bier jetzt eigentlich eher weniger...

Wir haben auch heute noch geraetselt welchen Anfall Ingrid hatte, sich von allen mit diesem Gesicht photographieren zu lassen. :-)


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Am Samstag gings dann mit Kyle und Lisa (wieder) auf Excursión nach Burgos, weil Toledo halt doch nicht zusammengegangen ist. Leider. Um 8.00 Uhr ging der Zug von Salamanca weg. Burgos ist ein aehnliches Nest wie Palencia, ABER die Kathedrale "Asunción de Nuestra Señora" dort ist UNESCO Weltkulturerbe und eine der schoensten und groessten von ganz Spanien. Ein wirkliches Wunderwerk der Gotik, das muss man einfach sagen. Alles innendrin ist weiss oder aus Gold. Besondere Schmuckstuecke sind die "Kuppel"konstruktion, die Escalera Dorada und die Capilla del Condestable (von Koelner Kuenstlern errichtet!).
Kyle und ich auf der Bruecke Santa María vor dem Stadttor "Arco de Santa María".
Seitenportal "Apokalypse" der Kathedrale "Asunción de Nuestra Señora".
Gewoelbe und Kuppelkonstruktion der Kathedrale von Burgos.
Blick auf den Hof des "Hohen Kreuzgangs", zu dem man direkt ueber die Kathedrale kommt.

Das Wetter war grau und sehr kalt, man brauchte Muetze und Schal, v.a. weil es auch in diesen riesigen Hallen eiskalt war. Burgos liegt noch hoeher als Salamanca und ist bekannt als eine Art "Eiskeller" Kastiliens...sehr schoen...

Nach der Kathedrale sind wir zur zweiten Attraktion weiter, dem Kloster "Monasterio de Santa María La Real de las Huelgas", das es seit dem 12. Jahrhundert gibt und das die Grablege der Koenige Kastiliens ist. Sehr viel wird dort gerade restauriert, aber die 5 € Eintritt war es auf jeden Fall wert. Auch hier einige Bilder:
"Monasterio de Santa María La Real de las Huelgas": Kirche und Obstgarten der Schwestern (die sich eben "Las Huelgas" nennen)
Inneres der Kirche "Santísima María": Blick auf das Chorgestuehl, in dem die Schwestern beim Gottesdienst Platz nehmen. Im Vordergrund die Grablege der Gruender der Abtei aus dem 12. Jahrhundert: Alfonso VIII. von Kastilien und Eleonore von England. Ueberall findet man die Abbildung von Schloessern (el castillo = Schloss --> Kastilien) oderLoewen (el león = Loewe --> Kastilien und León), oft auch die Fleur de Lis (Kastilien hatte verwandtschaftliche Beziehungen zu Frankreich), oder den doppelkoepfigen Adler des Heiligen Roemischen Reiches (seit Karl I. war Spanien Teil der Habsburgerischen Lande, ausserdem war die beruehmteste Aebtissin Anna von Oesterreich).
Der kleine Kreuzgang aus dem beginnenden 12. Jahrhundert. In einer Nische befindet sich die Kapelle des Hl. Jakob. Wie Salamanca und Palencia ist Burgos eine Station nach Santiago de Compostela (Die Jakobsmuschel ist in fast jedem Relief zu sehen).
Bis dann der Zug um 17.00 Uhr wieder nach Salamanca kam, waren wir noch ein Stuendchen in einem Restaurant. Ich hatte Ruehrei mit Lachs :D
Okay, das wars dann fuer das Wochenende.
Gestern sind zwei Italienerinnen in meiner Gastfamilie eingetroffen, die bleiben aber nur 5 Tage. Heute abend gibt es wieder die Ruta de Tapas, bin ich natuerlich dabei. Das Wetter in Salamanca ist toll, sehr klar und viel Sonne, aber (Salamanca liegt praktisch in einem breiten Huegelland) oft weht sehr kalter Wind, man braucht trotz Sonnenschein meistens Muetze und Jacke.
Meine Gastmama hat heute gemeint, sie macht die Woche mal typisch kastilianische Paella.
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Da meine Familie meint, ich wuerde hier nur Party machen und praktisch nix lernen:
Querida familia:
estoy escribiendo este mensaje por que sembráis pensar que mi vida aquí sólo es fiesta y comida. Estoy escribiendo este mensaje para que podáis ver que en efecto he aprendido mucho después de mi llegada en Salamanca hacia dos semanas. Llegué casi sin poder hablar una palabra pero a causa de nuevas amistdades y el contacte con gente de todo el mundo mi habla española ha mejorado mucho y estoy seguro que ya no estamos al fin de este desarollo....a lo menos lo espero. Yo voy a la escuela cada día, allí tenemos una clase de gramática y después una de conversación, ambos son más o menos divertidas, depende de lo que se hace.El viernes pasado aprendí como se escriba una carta oficial o personal, también sé todas las partes del rostro y muchas palabras para nominar ropas. Lo veréis...¡voy a mostrároslo!
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Am Sonntag war ich im Kino und habe mir "El Laberinto del Fauno" angeschaut und sogar etwas verstanden. Genug, um der Handlugn folgen zu koennen, aber ich muss ihn mir daheim in Bayern nochmal anschauen, wegen der Details. Mir hat er super gefallen, ein toller Film.Handlung:Die kleine Ofelia kommt mit ihrer hochschwangeren Mutter zu ihrem neuen Vater, einem Kapitaen der Faschisten, die im spanischen Bergland fuer das Franco-Regime "Rebellen", also Kaempfer der 5 Jahre zuvor gestuerzten Republik, jagen. Der Film konzentriert sich einerseits auf die Gnadenlosigkeit dieses Kampfes und spart auch nicht mit Gewaltszenen (z.B. ist die Hausangestellte der Faschisten eine Rebellenkaempferin; es ist verdammt spannend, wenn sie Briefe und Medikamente etc. in den Wald schmuggelt), andererseits portraitiert er Ofelia, die ihre neue Umgebung und den Stiefvater nicht ausstehen kann und sich deshalb in eine Phantasiewelt fluechtet. Die sieht so aus: Eigentlich ist sie die Prinzessin eines unterirdischen magischen Reiches von Elfen und allen moeglichen magischen Kreaturen. Der Faun (den Ofelia in einem Labyrinth im Wald trifft) offenbart ihr, dass sie 3 Aufgaben vor dem naechsten Vollmond zu erfuellen habe, um sich als eben diese Prinzessin zu beweisen...diese Aufgaben sind teilweise sehr eklig (Nummer 2) und heftig, aber sehr eng verwoben mit eben dem anderen Handlungsstrang, dem Kampf Franco-Diktatur gegen Republikstreue. Wie gesagt, ein sehr sehenswerter Film, keine leichte Kost und garantiert KEIN Kinderfilm.Uebrigens ist "Das Leben der Anderen" (La Vida de los Otros) in Spanien ein riesen Erfolg. =)
Liebe Gruesse an alle, besonders an Oma und Opa!!
Uli

Freitag, 2. März 2007

Alisa, Ruta de Tapas, Chopitos und Soba-Sho...

¡Hola! :D

Zuallererst, da heute der 2.Maerz 2007 ist, wuensch ich der Alisa

ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG!!!

(und dass'd g'sund bleibst!) :-)
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Am Montag war die segunda ruta de tapas, wie ich sie nenne. Die Gruppe hat wieder einige Bars abgeklappert und viele verschiedene Tapas probiert. *lecker* Danach, weil wir wieder Gutscheine gekriegt haben, ging's wieder in die Diskothek "Camelot", wo diesmal so eine verrueckte Gruppe von ca. 16/17-jaehrigen Franzosen war. Es war auf jeden Fall wieder sehr witzig, hier ein paar Photos:
Tai und Lisa in einer der Tapasbars.

Ida beim Genuss eines Tapas, einer "Tortilla española". =)

Tai und *haha* ich (bloed schauend wie immer) im CAMELOT.

Cris (Brasilien), Lisa (Wien) und Ingrid (Belgien) im CAMELOT.

Skeptischer Blick aufs Glas: Tai und Lisa nochmal im CAMELOT

Nach de Camelot sind wir (nicht alle) noch in die sog. Chupitería gegangen. Das ist eine Bar, die sich auf Chupitos in allen Variationen spezialisiert, also auf "Kurze"...teilweise viel zu suess mit Erdbeergeschmack, dann Kirsche, dann so lebkuchenaehnlich mit Waffelglas und suesser Sahne...baaaaeeh!! Dieses Photo hier sagt alles (ansonsten kein Kommentar):
Dieses Photo sagt wie gesagt alles: Ingrid und der eklige pappsuesse Chopito (es gab danach noch mehr....)
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Die "clase de cocina" haben wir uns jetzt doch gespart, wir machen sie in 2 Wochen, wenn es fuer Lisa und mich die letzte ist. Glaube das wird ganz witzig, Cris hat schon mal mitgemacht: sie sagt das lustigste ist, dass man hinterher alles aufessen darf *hehe*
Stattdessen sind Tai und ich ins "Soba - Sho" gegangen, eine winzige japanische Bar (Erklaerung: jap. "soba" = Essen, "Sho" = Name des Besitzers). Scott und Matt kamen dann auch noch dazu. Tai hat uns da ein ziemliches Menue ausgewaehlt, alles moegliche typisch Japanische. "Muy auténtico", meint er dazu, dann wird es wohl auch stimmen. Es sind ja alles nur sehr kleine Tellerchen mit nur ein bisschen was drauf, war aber wirklich gut. Ganz anders und viel besser als das, was man bei uns beim Chinesen kriegt. Ich hab festgestellt, dass "Tang" im Essen durchaus gut schmecken kann, auch wenn man es sich nicht vorstellen kann. Hierzu einige Photos noch:
Bar Japonés: Das Soba-Sho. Ein winziges Teil mit gerade mal 2 Tischen, aber einigen japanischen Studenten drin, die sich "Heimat" schmecken lassen.
"Sake": Heisser japanischer Reisschnaps. Trinkt sich angeblich besonders gut wenn es kalt und nass draussen ist. Schmeckt durchaus sehr gut! (es gibt geteilte Meinungen darueber auch in Japan!)
Das Hauptgericht: mit Staebchen zu essen und dann austrinken. Ich werd mir von Tai noch aufschreiben lassen, was genau das eigentlich war :-)
Hier hat mir Tai gezeigt, wie die Japaner allgemein essen: Schaelchen an den Mund und reinraeumen. Schluerfen und Sosseverspritzen faellt in Japan NICHT unter schlechtes Benehmen sondern gehoert zur Tischsitte dazu.
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Das wars dann von mir fuer diese Woche. Morgen um 8.00 geht der Zug nach Burgos (ausser mir hat sich fuer Toledo kein Schwein interessiert), wo ich zusammen mit Lisa und Kyle hinfahre. Naechsten Samstag ist wahrscheinlich Madrid dran, auf eigene Faust werde ich auf jedenfall naechste oder uebernaechste Woche einen Halbtagesausflug nach Ávila machen. (Photos von Burgos am Montag wahrscheinlich)

Heute abend ist noch eine Abschiedsfeier fuer Christoph, Scott und Matt. Sie alle verlassen Salamanca am Wochenende.

Liebe Gruesse vor allem an meine Innsbrucker!!! =D
Uli